HNO-Praxis Winiarski Bremen Schwachhausen


TinnitusAkuter Tinnitus

In den ersten drei Monaten des Auftretens von Ohrgeräuschen spricht man von einem akuten Tinnitus. Sie sollten so schnell wie möglich nach dem erstmaligen Auftreten unsere Praxis aufsuchen, da ein akuter Tinnitus umgehend medizinisch behandelt werden muss.

Sollten Sie schon länger als drei Monate unter Ohrengeräuschen leiden, klicken Sie bitte hier.

Der Tinnitus kann Ausdruck einer akuten Ohrerkrankung sein oder auf eine Störung bzw. Erkrankung eines anderen Organs hinweisen. Möglich ist jedoch auch das Auftreten eines Ohrgeräusches ohne eine andere körperliche Erkrankung.

Tinnitusuntersuchung
  • Ermittlung und Analyse Ihrer Beschwerden (Anamnese)
  • Mikroskopische und endoskopische Untersuchungen
  • Hördiagnostik
  • Tinnitusanalyse

 

Möglicherweise sind weitere interdisziplinäre Untersuchungen notwendig:

  • Orthopädische Untersuchung (besonders der Hals- und Brustwirbelsäule und des Kiefergelenkes)
  • Zahnärztliche Untersuchung (besonders Kiefergelenkfunktionen)
  • Hausärztliche Untersuchung von Blut, Blutdruck, Herz und Kreislauf
  • Neurologische Untersuchung
  • Psychologische Konsultation
 
Tinnitusbehandlung

In seiner akuten Phase wenden die HNO-Ärzt je nach Untersuchungs-ergebnis bzw. Diagnose verschiedene Behandlungsmethoden an:

  • Infusionen (mit Verabreichung von durchblutungsfördernden Medikamenten)
  • Hyperbare Sauerstofftherapie (nur bei gleichzeitiger, einseitiger, ausgeprägter Hörminderung)
  • Verordnung von Hörgeräten (bei Vorliegen langjähriger, ausgeprägter Innenenohrschwerhörigkeit)
  • Verordnung so genannter Rauschgeneratoren (nur bei Patienten mit starkem Leidensdruck und Chronifizierungsprozessen)
  • Kognitive Verhaltenstherapie (auch Körperentspannungstechniken)
  • Innerliche Ruhe, äußerliche Vermeidung von Stille (Musiktherapie, Klangtherapie, aber auch CD, Fernsehen, Radio)
  • In einigen Fällen wird Arbeitsunfähigkeit attestiert
 
Was können Sie selbst tun?
  • Meiden Sie die Stille. Hören Sie Musik (in gerade noch hörbarer Lautstärke).
  • Versuchen Sie, bewusst andere Geräusche wahrzunehmen (z.B. Vogelgesang oder das Rascheln der Blätter im Wind)
  • Beim Einschlafen können andere Geräuschquellen helfen (leise Musik, tickender Wecker, CD mit Meeresrauschen)
  • Versuchen Sie, Situationen zu vermeiden, in denen sich erfahrungsgemäß der Tinnitus verschlimmert (Lärm, Stress- und Konfliktsituationen)
  • Versuchen Sie gelassen zu bleiben, indem Sie Ihren Alltag aktiv strukturieren
  • Wenn Sie die Ohrengeräusche bereits länger als drei bzw. sechs Monate haben, kommt für Sie eventuell eine ambulante Tinnitus-Retraining-Therapie in Frage (in den meisten Fällen nach Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Otoneurologen bzw. mit zusätzlicher kognitiver Verhaltenstherapie. Weitere Informationen darüber finden Sie hier.

 


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